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Abfärben von Leder

Über das Abfärben von Schuhen

Gerbungsart und Wahl der Lederhäute ausschlaggebend

Die Hochwertigkeit eines Leders hängt in erster Linie von der grundsätzlichen Wahl der Lederhäute sowie der Gerbungsart ab. Natürlich spielt auch die Art der Färbung der Häute eine Rolle. Das heißt: Auf welche Weise die Farbpigmente mit dem Leder als Träger der Farbschicht eine Verbindung eingehen. Das lässt sich allerdings nicht direkt an dem Kriterium messen, ob das Leder abfärbt oder nicht. Auch sehr hochwertig hergestellte Leder bieten leider keine Garantie dafür, dass sich keine Farbpigmente mehr lösen.

Individuelle Körpersalze reagieren mit Leder

Je sanfter die Gerbung, desto leichter neigt das Leder zum Abfärben. Dazu kommt ein ganz individueller, aber sehr wichtiger Faktor: Die so genannten Körpersalze
. Diese gehören – nach Angaben der Chemiker - zu den aggressivsten unter den Salzarten. Dass die Feuchtigkeits- und damit Salzabgabe höchst individuell ist in Ausmaß und Beschaffenheit mit vielen Umständen wie Stress, Ernährung, Kleidung in Zusammenhang steht, ist bekannt. Diese Tatsache wird aber wenig beachtet. Ein psychologisches Problem - besser gesagt ein Mißverständnis - ist allerdings der Umstand, dass sehr schnell das Etikett "Schweißfüße" verteilt wird, wenn vom Abfärben durch Körperfeuchtigkeit spricht. Diese Bezeichnung ist jedoch nicht angebracht. Der gesamte Vorgang ist ein normaler Prozess und nur in seltenen Fällen gefördert durch mangelnde Hygiene.

Die richtige Wahl beim Schuhkauf

Beim Kauf von neuen Schuhen kann z. B. berücksichtigt werden, dass Schuhe ein helles Innenfutter haben - am schönsten wäre vegetabil gegerbtes Kalbsleder ohne Färbung. Die Wahrscheinlichkeit des Abfärbens ist bei diesen Schuhen kaum gegeben. Bei an der Innensohle abfärbenden Schuhen kann außerdem eine neutrale dünne Ledereinlage Abhilfe schaffen. Bei abfärbendem Oberleder kann anfangs auch noch etwas "Überfarbe" abgehen und sich dann verflüchtigen. Für abfärbende Oberleder gibt es auch diverse chemische Präparate, die die Farbe fixieren. Ihr Einsatz ist aber mit Vorbehalt zu sehen: Sowohl ihre Wirkung auf das Leder wie auch die auf den Träger betreffend.



Die Kennzeichnung von Lederschuhen

Hersteller von Schuherzeugnissen (Sandalen, geschlossene Schuhe, Stiefel) sind verpflichtet, beim Verkauf die verarbeiteten Materialien anzugeben. In Textform oder als Piktogramme. Folgende Bestandteile eines Schuhs müssen hinsichtlich des verwendeten Materials gekennzeichnet sein:

 Obermaterial
: Damit ist das obere, äußere Material gemeint.

 Futter und Decksohle
: Damit sind die oberen und unteren Materialien, die im Schuh verarbeitet sind, bezeichnet.  

  Laufsohle:
Die Laufsohle bezeichnet das Kontaktmaterial zum Fußboden, welches sich abnutzt. Das für diese Bereiche angegebene Material muss 80% der Fläche und Volumens ausmachen. Sind mehrere Materialien verarbeitet (z.B. Leder und Textil als Obermaterial), müssen die Hauptmaterialien angegeben werden.


Folgende Materialien werden unterschieden:


 Leder: Unter Leder versteht man Häute und Felle, deren Faserstruktur nicht verändert wurde. Leder, die aufgelöst oder gemahlen wurden und verklebt und zu Bahnen verarbeitet wurden, sind kein „Leder“. Eine aufgetragene Farb- oder Folienschicht darf nicht dicker als 0,15 mm sein.

 Beschichtetes Leder: Beschichtete Leder sind Leder, wo ein Farbauftrag oder eine Folie dicker als 0,15 mm ist und nicht mehr als 1/3 der Gesamtstärke ausmacht. Ist der Auftrag stärker als 1/3,dann ist es kein „Leder“ mehr, sondern ein Kunstleder.

 Textil: Unter Textilien versteht man sämtliche natürliche und synthetische Textilien.

 Sonstiges Material: Unter sonstigem Material versteht man alle Materialien, die nicht unter die oberen Gruppen fallen. Zum Beispiel Gummi oder Kunststoff für eine Laufsohle.


3180 Lilienfeld
Einkaufspark Lilienfeld
Mariazellerstr. 5
+43(0)2762/54126

schuhhaus@koestinger.at
Öffnungszeiten:
Mo.: - Fr. 8:30 h - 18:00 h
Sa.: 8:30 h - 17:00 h
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